Ein kurzer geschichtlicher Überblick

1344  

Bau der Katharinenkapelle durch die Stadt Landau für die Beginen, eine laienreligiöse Vereinigung frommer nicht unvermögender Frauen, die sich den Kranken und Alten widmen.

1527  

Die letzte Begine stirbt, die Katharinenkapelle im städtischen Besitz verwaist, denn Landau ist mittlerweile eine protestantische Stadt. Die Kapelle wird als Leichenhalle und in den Wintermonaten für Beerdigungsfeiern genutzt.

1680  

Die französische Garnison nutzt die Kapelle für ihre Gottesdienste. Sie übersteht den Brand in der Altstadt fast unbeschadet.

1702  - 1704

Im spanischen Erbfolgekrieg werden die anderen Kirchen der Stadt schwer getroffen. Katholiken und Lutheraner feiern ihre Gottesdienste in der Katharinenkapelle.

Mitte des 18. Jahrhunderts

wird die Kapelle als Pulvermagazin, Gefängnis, Weinkeller und Heulager genutzt. Im Jahr 1791 wird die Katharinenkapelle an den Weinhändler Franz Paul Michel verkauft, der sie    
als Weinlager nutzt.

1847  

Die Kapelle wird erneut städtisch und als Markthalle genutzt.

1872  

Auf Beschluss des Stadtrates erhalten die  Altkatholiken die Kapelle zur Nutzung überlassen.

Nach dem 2. Weltkrieg

wird sie auch zeitweise von der römisch-katholischen Stadtgemeinde genutzt, da die Augustinerkirche im Krieg stark zerstört wurde.

1959  

Bei einer ersten Sanierung der Kapelle werden gotische Fresken im Chorraum entdeckt.
Die Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) nutzt  die Kapelle gemeinsam mit den Altkatholiken als Gottesdienstraum.
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